Neuer Boden in der Reithalle

Nur wenige Themen werden im Reitsport mehr diskutiert wie der optimale Reitboden. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um einen Außen- oder einen Innenplatz handelt. Das verwundert kaum. Denn Fakt ist, dass unterschiedliche Böden auch unterschiedliche Eigenschaften haben. Dies ist nicht nur eine Frage des individuellen Empfindens von Reiter und Pferd, sondern auch eine Frage der Reitdisziplin.

Am Ende bleibt aber festzustellen, dass sich der Reitboden im Laufe der Jahre tatsächlich abnutzt und infolgedessen verschlechtert.

Ein Grund, der eine entscheidende Rolle spielt, ist die richtige Bewässerung. Hier ist „Mehr“ nicht unbedingt besser, denn bei zu viel Wasser bilden sich Pfützen, die bei dem Auftritt des Hufes den Sand regelrecht auseinandersprengen. Folglich wird das Reiten gefährlicher, da der Huf zu rutschen beginnt. Zu wenig Feuchtigkeit hingegen lässt den Sand tiefer werden, die Griffigkeit leidet und irgendwann fängt der Sand an zu stauben.

Nachdem wir unsere Tretschicht 11 Jahre in Benutzung hatten, war es nun an der Zeit diese auszutauschen. Bereits im letzten Jahr haben wir uns dazu viele Gedanken gemacht und einige Reithallen besucht, um unterschiedliche Böden zu inspizieren.  Gleichzeitig haben wir am eigenen Boden getestet, ob natürliche Zusatzstoffe im Sand für uns in Zukunft in Frage kommen. Letztendlich sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der zertifizierte Stremmer Sand eine optimale Lösung für uns bietet.

Dann ging es los! Reithalle auf, Bagger rein und ein paar Stunden später war der Sand aus der Reithalle geschafft. Peter Marvulli stand uns hier als Profi im Reitbodenbau zur Seite. Im nächsten Schritt wurde die Trennschicht begradigt, um den optimalen, immer gleich dicken Aufbau der abschließenden Tretschicht zu garantieren. Am Dienstag morgen rollten dann die LKW mit dem neuen Stremmer Sand in die Reithalle, welcher sofort auf der Fläche verteilt wurde. Auch hier hat vor Jahren der technische Fortschritt Einzug gehalten. Via Laser wird dafür gesorgt, dass sowohl Trenn- als auch Tretschicht mit extremer Genauigkeit aufgetragen werden.

Abschließend wurde ein paar Stunden später die Bewässerungsanlage eingeschaltet. Fertig! Bald kann der Reitbetrieb wieder aufgenommen werden. Pferd und Reiter freuen sich schon darauf und sind sehr gespannt auf das neue Reiterlebnis!